Mezuzah (Mesusa), 2018


Wall Installation
Metallblech 0,3, Laser
230 x 400 x 1,2cm



(German)
Mesusa (hebräisch: מזוזה, auch Mezuzah oder Mesusah, Plural: Mesusot) bedeutet Türpfosten und bezeichneteine Schriftkapsel am Türpfosten, die im Judentum Bedeutung hat und Verwendung findet.
„ […] Die Schriftrolle wird durch reine Handarbeit von einem koscheren Tier zu einem Pergament gefertigt. […] Eine Mesusa besteht aus 713 Buchstaben. Jeder Buchstabe erfüllt betreffend seiner Form zahlreiche Gesetze. Tausende von Bedingungen müssen erfüllt sein, bevor das beschriebene Mesusa- oder Tefillin-Pergament koscher ist.Auch nur ein einziger fehlender oder verwischter Buchstabe macht die Mesusa ungültig, denn die Mizwa wurde dadurch nicht erfüllt.” (http://www.synagoge-karlsruhe.de)

› Das zusammengerollte Klaf ist zwischen 7 und 20 cm breit.
› Fast alle Jüdische Leute in Israel haben eine Mesusa an ihrem Türpfosten, Die meisten haben keine Ahnung, was in dem Klaf geschrieben steht.
› In der Arbeit werden die Buchstaben vergrößert und halbiert, so dass sie nicht mehr lesbar sind. Die obere Hälfte eines jeden Buchstaben wurde herausgelasert, erhitzt, poliert und transparent lackiert.






„ […] Dies geht auf mehrere Abschnitte in der Tora zurück: „Du sollst [diese Worte] auf die Türpfosten deines Hauses und deiner Stadttore schreiben.“– 5 Mos 6,9 und 5 Mos 11,20. Demnach werden die entsprechenden zwei Abschnitte aus dem ‚Schma’ von einem eigens dazu ausgebildeten Schreiber (Sofer Stam) mit einem nichtmetallischen Schreibgerät (Federkiel) auf ein Pergament (Klaf) geschrieben […] und aufgerollt in einen kleinen Behälter am Türpfosten angebracht. Die zum Schreiben verwendete Tinte wird meist vom Sofer selbst aus Gallapfel, Kupfer- oder Eisensulfat und Gummiarabicum hergestellt […] Das Klaf wird regelmäßig kontrolliert und bei Beschädigung oder Verfärbung ausgetauscht. In einem traditionellen jüdischen Haushalt befindet sich an jedem Türrahmen eine Mesusa (außer am Badezimmer bzw. der Toilette oder an Kellertüren und Abstellräumen) […] Manche gläubige Juden küssen die Mesusa beim Betreten eines Raumes, indem sie die Fingerspitzen der rechten Hand an die Mesusa und dann zum Mund führen. Aus der Mitzwa der Mesusa haben sich auch säkulare Traditionen herausgebildet […]" (de.wikipedia.org/wiki/Mesusa)